Touren - Info's
Natürlich sind wir alle daran interessiert, das jeder heil von unseren Touren zurückkommt, daher sollten gewisse Regeln bei einer Fahrt im Konvoi beachtet werden.
Außerdem sollte sich jeder der mit uns fahren möchte fragen, ob seine Fahrpraxis ausreichend ist, um in einem Konvoi mitfahren zu können, ohne dass jemand gefährdet wird
Vor der Abfahrt gibt es zuerst eine Routenbesprechung damit jeder ungefähr weiß, wo es überhaupt hingeht und - eigentlich noch wichtiger - wo es lang geht. Bei längeren Touren werden Treffpunkte auf der Strecke benannt, an denen man sich wieder trifft falls man sich verlieren sollte
Jeder startet mit einem vollen Tank und möglichst leerer Blase. Am Besten trifft man sich an einer Tanke oder einem großen Parkplatz, da stört die Geräuschkulisse am wenigsten
An der Spitze fährt der
"Roadmaster", ein erfahrener Biker, der die Route möglichst genau kennt, wenn möglich derjenige, der die Tour organisiert und geplant hat
Durch Überholen, Formationsfahrt und verkehrsbedingte Verzögerungen stellt sich bei jeder Tour ein Ziehharmonika - Effekt ein, der die hinteren Fahrer zwischen 20 und 50 km/h schneller fahren lässt
Hinter dem Guide reihen sich die Fahrer mit weniger Erfahrung bzw. weniger PS ein. Das hat den Vorteil, dass sie einerseits vom Ziehharmonika - Effekt verschont bleiben, andererseits bestimmen sie das Tempo
Keine falsche Scham - Erfahrungen sammelt man beim Fahren und jeder hat mal angefangen. Niemand aus der Gruppe wird maulen, wenn es mal nicht so flott vorwärts geht - ansonsten sollte er seine Gedanken an die eigene Anfangszeit schweifen lassen
Nach hinten hin steigert sich dann wieder die Erfahrung und Leistung. Am Ende sollte jemand fahren, der die Route ähnlich gut kennt wie der Guide und der die auffälligste Beleuchtung hat, damit der Guide im Rückspiegel immer sehen kann, ob der Konvoi noch komplett ist. Auch sammelt dieser Verloren gegangenen wieder ein und bringt sie zur Herde zurück
Auf gerader Strecke wird zweispurig und versetzt gefahren d.h. der Roadmaster fährt links in der Spur, sein Hintermann rechts in der Spur, der Dritte wieder links und so weiter. Innerhalb des Konvois wird nicht überholt, das hat den Vorteil, dass die Gruppe kurz gehalten wird
Bei Ampeln und Vorfahrten wird nebeneinander gestoppt und gleichzeitig losgefahren. Dann wird wieder der Versatz hergestellt. Das bewirkt, dass möglichst alle Fahrer an der Ampel, bzw. Vorfahrt in einem Zug wegkommen.
Sollte sich die Gruppe an einer Kreuzung oder Ampel teilen, fährt der vordere Teil der Gruppe langsam weiter oder wartet, bis der Rest aufgeschlossen hatWenn eine Ampel auf gelb wechseln sollte, macht keine abrupten Bremsmanöver, sondern fahrt durch damit es nicht zu Auffahrunfällen kommt.
Es muss auf genügend Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden geachtet werden, kriecht also eurem Vordermann nicht in den Auspuff. Nicht jeder mag es von hinten und manch einer könnte dadurch nervös werden.
In der Kurve zieht sich die Gruppe auseinander und es wird einspurig gefahren, achtet aber darauf dem andern auch ausreichend Platz zu lassen !
Natürlich ist der Vordermann der erste Orientierungspunkt, aber: immer darauf achten, dass man seinen Hintermann im Rückspiegel hat
Sieht man diesen nicht mehr - langsamer werden.Falls er dann immer noch nicht auftaucht, anhalten. Dann gibt man ein Hupsignal, das von den voraus fahrenden weitergegeben wird, bis es beim Guide angekommen ist, so dass der Konvoi innerhalb kürzester Zeit langsamer werden bzw. anhalten kann. Stehen dann alle, kann man entweder warten oder ein Fahrer dreht um und fährt zurück um ihn zu suchen
In der Gruppe wird nicht überholt sonst ist die Orientierung an Vorder- und Hintermann nicht möglich. Ausnahmen bestätigen die Regel: Notsituationen, Verfahren, Vordermann lässt die Super-Lücke zu dessen Vordermann usw.
Deshalb keine zu großen Lücken lassen, die Vorderleute gehen sonst nämlich davon aus, dass das angepeilte Tempo nicht von allen akzeptiert wird und es ist ziemlich ärgerlich, an jeder Ampel oder Abbiegung unnötig zu warten
Spätestens nach 2 Stunde sollte man eine ausgiebige Pause machen.
Nach der Pause heißt losfahren dann auch wirklich losfahren.Der Guide schaut noch mal in die Runde ob alle fertig sind und weiter geht´s
Wer sich unterwegs ausklinken will sagt bitte schon in der letzten Pause Bescheid um unnötige Missverständnisse zu vermeiden
Das alles klingt vielleicht nach Vorschriften, aber wir sind eine Gruppe von Bikern die nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Akzeptanz einiger (von allen zuvor akzeptierten) Regeln gemeinsame Ausfahrten unternehmen kann.
Und überschätzt bitte Eure Fahrfähigkeiten nicht, versucht auch nicht krampfhaft mithalten zu wollen wenn es nicht geht. Denn erstens soll jedem die Fahrt Spaß machen und zweitens wollen wir "alle" wieder heil zu Hause ankommen
Genauere Infos's könnt Ihr von unseren Roadmaster'n Günni und Uwe erfahren !